Hiplok-Athletin Katie Kookaburra fährt Rennrad, Gravelbike und Mountainbike und liebt nichts mehr als einen langen Tag in den Bergen – das Wetter hält sie nicht auf. Hier spricht sie über ihr Wintertraining, ihre Ziele und gibt Tipps, wie man auch während eines Lockdowns im Winter abwechslungsreich fahren kann.
WINTERTRAINING
Ehrlich gesagt, habe ich Ende letzten Jahres drei Monate lang überhaupt nicht strukturiert trainiert. Durch den Lockdown und die vielen abgesagten Veranstaltungen wollte ich einfach mal wieder fahren, wann immer ich wollte, ohne Plan. Ich glaube, vielen geht es momentan so. Aber dann habe ich Ende letzten Jahres mit Zwift-Rennen angefangen, und autsch… das hat ganz schön wehgetan! Ich denke, weil ich so lange ohne Struktur trainiert hatte, habe ich in den Rennen sehr gelitten. Deshalb habe ich beschlossen, wieder in einen Rhythmus zu kommen. Ich glaube, gerade jetzt im Lockdown hilft eine Routine wirklich, sowohl körperlich als auch mental. Selbst wenn es nur etwas so Simples ist wie eine Stunde auf dem Rollentrainer oder draußen an festgelegten Tagen pro Woche. Mein Training besteht momentan aus zwei Intervalleinheiten, einem Rennen und zwei lockeren Ausfahrten pro Woche. Außerdem mache ich zwei Kraft- und Ausdauereinheiten pro Woche. Das ist zwar nicht gerade meine Lieblingsbeschäftigung, aber ich weiß, wie wichtig sie sind, um Verletzungen vorzubeugen, wenn ich später im Jahr die Kilometerzahl erhöhe.

ZUKUNFTSPLÄNE
Im Moment ist noch alles so ungewiss, deshalb ist es gut, sich schon mal Gedanken über die Art von Events zu machen, an denen man teilnehmen möchte, und entsprechend zu trainieren. Selbst wenn das geplante Event nicht stattfindet, ist es trotzdem gut, ein Ziel vor Augen zu haben, um die Motivation aufrechtzuerhalten. Und wer freut sich nicht darüber, fit und für alles bereit zu sein? Ich freue mich schon riesig auf Offroad-Events und auch auf lange Mountainbike-Touren, denn das ist meine absolute Lieblingsbeschäftigung. Und Bikepacking! Bikepacking hat mir eine ganz neue Art des Radfahrens eröffnet. Zelten, neue Gegenden erkunden und alles Notwendige an den langen Sommertagen dabeihaben – darauf freue ich mich riesig.

Motivation und Abwechslung
Im Winter ist es ziemlich schwierig, abwechslungsreich zu trainieren, da das Wetter so schlecht und kalt ist (ich bin eine ziemliche Kältescheu). Deshalb nutze ich meistens Zwift für festgelegte Trainingseinheiten. Das ist eine super und zeiteffiziente Möglichkeit, im Winter fit zu bleiben. Zwift bietet so viele verschiedene Trainingspläne, dass für jeden etwas dabei ist – egal, ob man seine FTP steigern oder als Anfänger einfach nur seine Ausdauer verbessern möchte.
Ich veranstalte außerdem zwei monatliche Fahrten auf Zwift, die jeweils am ersten Dienstag im Monat stattfinden. Um 17:00 Uhr GMT gibt es eine gemütliche Ausfahrt nur für Frauen, und um 19:00 Uhr folgt eine einstündige, temporeiche Fahrt hinauf zur Alpe du Zwift. Die Veranstaltungen werden etwa eine Woche vorher in der Veranstaltungssektion der Zwift Companion App angekündigt.

Ich denke, eine Mischung aus Training und geselligen Aktivitäten auf dem Rollentrainer sorgt für Abwechslung und hält das Training interessant.
Neben den Indoor-Zwift-Sessions fahre ich jetzt auch Mountainbike. Damit habe ich letztes Jahr angefangen, und es ist perfekt für den Winter, denn egal ob kalt oder verschneit, die grobstolligen Reifen kommen mit allem klar, im Gegensatz zu den 25-mm-Reifen, mit denen man auf Eis nur schwer umgehen kann.
Meine Motivation rührt auch daher, dass ich weiß, diese Veränderungen werden nicht ewig dauern, und ich freue mich riesig darauf, wenn wir wieder in Gruppen fahren und reisen können. Das ist definitiv etwas, das ich in Zukunft nicht mehr als selbstverständlich ansehen werde.

Besucht Katies YouTube-Kanal hier: www.youtube.com/c/KatieKookaburra und ihr Instagram-Profil hier: https://www.instagram.com/katiekookaburra1







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