Die Wintermonate sollten nicht bedeuten, dass man die Fahrräder einmotten muss. Im Gegenteil, es ist wahrscheinlich sogar wichtiger, rauszugehen und die Endorphine in Wallung zu bringen, um dem Winterblues entgegenzuwirken! Deshalb haben wir ein paar Tipps für euch, damit ihr auch im Winter fit fürs Radfahren bleibt.
Es gibt kein schlechtes Wetter, nur unpassende Kleidung.
Diese weisen Worte stammen aus Skandinavien, wo man sich mit Kälte auskennt und sich davon nicht abhalten lässt, die Natur zu genießen. Mit guter Winterkleidung kann man Kälte und Regen abhalten und so die Fahrt etwas länger genießen.

Kümmere dich zunächst um deine Füße. Ein Paar gute Socken und wasserdichte Überschuhe halten sie trocken und warm. Außerdem verhindern gute Winterradhandschuhe, dass deine Hände taub werden – schließlich ist es wichtig, dass du weiterhin bremsen und schalten kannst!
Im Winter ist das Zwiebelprinzip entscheidend. Eine gute Basisschicht hilft Ihnen, eine angenehme Temperatur zu halten, ohne zu überhitzen. Wenn Sie aber eine Kaffeepause einlegen möchten, empfiehlt es sich, eine zusätzliche Basisschicht mitzunehmen, damit Sie trocken und warm bleiben, während Sie pausieren.
Thermo-Trikots und Trägerhosen sind ideal, wenn die Temperaturen sinken, da sie die Wärme bei Kälte speichern. Eine Weste ist ebenfalls ein nützliches Kleidungsstück, das vor Windchill schützt und sich bei Bedarf leicht ausziehen und verstauen lässt.
Lichter
Im Winter sind Morgen und Abende dunkler, daher ist es wichtig, für andere Verkehrsteilnehmer gut sichtbar zu sein. In Großbritannien ist es außerdem gesetzlich vorgeschrieben, nachts mit Fahrradbeleuchtung unterwegs zu sein. Neben der besseren Sichtbarkeit im Straßenverkehr ist ein gutes Vorderlicht auch wichtig, wenn Sie auf unbeleuchteten Landstraßen oder Wegen fahren, damit Sie den Weg vor sich und mögliche Hindernisse klar erkennen können.
Reflektierende Kleidung erhöht Ihre Sichtbarkeit im Straßenverkehr. Die meisten Fahrradbekleidungsstücke sind daher mit reflektierenden Details ausgestattet. Wir bei Hiplok haben außerdem unsere SUPERBRIGHT-Serie entwickelt. Diese umfasst eine hochreflektierende Hülle an unseren patentierten, tragbaren Kettenschlössern, damit Sie im Straßenverkehr besser gesehen werden.

Schutzbleche
Bei nasskaltem und matschigem Wetter sind Schutzbleche Gold wert. Sie schützen dich vor Spritzwasser und Wasser von der Straße, sodass deine Füße und dein Gesäß etwas trockener bleiben. Außerdem verhindern sie, dass dein Fahrrad mit Schlamm und Wasser verschmutzt wird, sodass du es nach der Fahrt nicht stundenlang putzen musst.
Aber falls dich das noch nicht überzeugt, haben deine Radfahrerkollegen vielleicht auch noch etwas dazu zu sagen. Schutzbleche schützen nicht nur dich, sondern auch alle, die hinter dir fahren, vor Spritzwasser. Obwohl es allgemein als gute Radfahreretikette gilt, schreiben viele Radsportvereine sie bei gemeinsamen Ausfahrten in den Wintermonaten vor.
Winterfahrrad
Ein Winterrad ist üblicherweise ein Zweitrad, das komplett für winterliche Fahrten ausgestattet ist, mit Schutzblechen, Beleuchtung und eventuell Scheibenbremsen. Es kann ein älteres, gebrauchtes Rad sein oder ein etwas günstigeres, bei dem es Ihnen nichts ausmacht, wenn es etwas schmutzig wird und Sie durch ein paar Pfützen fahren. Da der Winter Ihrem Fahrrad zusetzen kann, möchten Sie Ihr bestes und wahrscheinlich teures Rad nicht auf winterlichen Straßen oder Wegen benutzen. Daher lohnt sich die kleine Investition.
Wartung
In den Wintermonaten sind die Straßen voller Wasser, Sand und Fett. Deshalb sollten Sie Ihr Fahrrad regelmäßig reinigen, um Rost und Korrosion vorzubeugen. Ein gutes Fahrradreinigungsset ist daher eine lohnende Anschaffung, damit Sie Ihr Fahrrad nicht ständig in die Werkstatt bringen müssen.
Beginnen Sie mit einer gründlichen Wäsche Ihres Fahrrads, um den größten Teil des oberflächlichen Schmutzes zu entfernen. Verwenden Sie dazu einen Allzweck-Fahrradreiniger und eine Bürste. Anschließend können Sie die Antriebskette mit einem Entfetter reinigen, um Öl und Fett zu entfernen. Spülen Sie den Entfetter ab und trocknen Sie die Kette, bevor Sie ein Nassschmiermittel (speziell für nasse Fahrbedingungen entwickelt) auftragen, um die Komponenten zu schmieren.
Hauptstraßen
Bei besonders schlechtem Wetter sind vor allem die kleineren Straßen und Wege betroffen. Beispielsweise können sie bei Starkregen von lokalen Überschwemmungen bedroht sein oder an kalten Tagen mit wenig Verkehr glatt bleiben. Daher empfehlen wir Ihnen, möglichst auf den Hauptstraßen zu bleiben, da diese in der Regel freier befahrbar sind und bei Glatteis wahrscheinlich bereits gestreut wurden.

Bildnachweis: Luca Jonas
Turbo-Trainer
Wer sich nicht in die Kälte traut, kann trotzdem auf einem Rollentrainer ein effektives Training absolvieren. Indoor-Radfahren kann zwar nach einer Weile etwas eintönig werden, doch smarte Rollentrainer lassen sich mit verschiedenen Apps wie Zwift und BKOOL verbinden, um das Training abwechslungsreicher und strukturierter zu gestalten.
Ein Rollentrainer bietet einige Vorteile, die man auf der Straße oder im Gelände nicht hat. Da man nicht frei rollen lassen kann, ist ein Training auf dem Rollentrainer in der Regel intensiver. Eine Stunde auf dem Rollentrainer entspricht also etwa drei Stunden auf der Straße. Wenn Sie also wenig Zeit haben, ist er eine hervorragende Möglichkeit für ein kurzes, effektives Training.
Wenn du für einen Wettkampf oder ein Rennen trainierst, werden deine Intervalle oder Anstrengungen nicht durch Ampeln oder andere unvorhersehbare Faktoren unterbrochen. Du musst dich auch nicht erst in deine dicken Winterklamotten zwängen, bevor du überhaupt aufs Rad steigst. Achte nur darauf, dass du einen guten Ventilator dabei hast!
Auch wenn bei Wetterumschwüngen etwas mehr Planung nötig sein mag, hoffen wir, dass diese Tipps und Anregungen dazu beitragen, dass Sie Ihr Fahrrad nicht über den Winter einmotten müssen. Viel Spaß beim Radfahren!






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