Schulfahrradbusse sind eine tolle Möglichkeit, Kinder zum Radfahren zur Schule zu animieren. Fran Smith von Hiplok betreibt zusammen mit ihrer Freundin und lokalen Verkehrsberaterin Anni Precious jeden „F-Ride-day“ einen solchen Schulfahrradbus! Wir haben Fran gebeten, uns mehr über den Fahrradbus zu erzählen und wie auch Sie Ihre Gemeinde dazu bewegen können, mit dem Fahrrad zur Schule oder überhaupt irgendwohin zu fahren.

Was ist ein Fahrradbus?
Ein Fahrradbus entsteht, wenn eine Gruppe von Radfahrern eine festgelegte Route mit organisierten Haltestellen abfährt, um unterwegs weitere Radfahrer aufzunehmen. Besonders für Schulen ist ein organisierter Fahrradbus eine hervorragende Möglichkeit, mehr Schüler zum Radfahren zur Schule zu animieren und so dem Prinzip „Sicherheit in der Gruppe“ gerecht zu werden. Unser Fahrradbus fährt jeden Freitag, aber etabliertere Busse, wie beispielsweise im Großraum Portland, verkehren aufgrund der steigenden Teilnehmerzahl täglich.
Welche Vorteile bietet das?
Radfahren zur Schule ist nicht nur gut für die Gesundheit und Fitness von Kindern, sondern verbessert nachweislich auch ihre Konzentrationsfähigkeit im Unterricht. Gemeinsames Radfahren im Rahmen eines organisierten Fahrradbusses bietet eine sichere und unterhaltsame Möglichkeit, mit dem Rad zur Schule zu fahren und gleichzeitig das Selbstvertrauen und die Fahrkünste der Kinder im Rahmen der aktiven Mobilität zu stärken. Natürlich trägt dies auch dazu bei, das Verkehrsaufkommen und die damit verbundene Umweltbelastung im Umfeld der Schule zu reduzieren.

Wie genau funktioniert das?
Je nach Fahrgastzahl gibt es im Bus üblicherweise mindestens einen erwachsenen Tourenleiter vorne und einen hinten. Die Tourenleiter sorgen dafür, dass alle sicher und pünktlich zusammen an den Haltestellen entlang der Strecke ankommen, wo neue Fahrer zusteigen können. Typischerweise koordinieren die Tourenleiter auch schwierige Kreuzungen. Beispielsweise fährt einer vorneweg und warnt bzw. hält den Verkehr an, wenn der Bus abbiegt, während alle anderen dem vorderen Tourenleiter folgen.
Sam Alto, der in Portland, Oregon, die Fahrradbusbewegung ins Leben gerufen hat, liefert hervorragende Einblicke in das Fahrradbussystem. sein Interview mit Momentum Mag.

Kann jeder mit einem Fahrradbus fahren?
Unser Fahrradbus steht allen Schülerinnen und Schülern offen. Wir bitten darum, dass bei den jüngeren Kindern auch die Eltern mitfahren. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass dies den Gemeinschaftssinn zwischen Eltern und Kindern stärkt. Solange die Fahrräder sicher und in gutem Zustand sind, sind alle Arten von Fahrrädern willkommen. Wir haben Teilnehmer mit allem, von Kinder-Mountainbikes bis hin zu Eltern auf E-Lastenrädern mit jüngeren Geschwistern hinten drauf. Sogar einige der Kleinsten fahren am Ende der Strecke auf Fahrrädern mit Stützrädern mit.
Wie starte ich einen Schulfahrradbus?
Die Route sollte so geplant werden, dass sie den Wohnort der Schüler im Umfeld der Schule berücksichtigt, aber auch machbar ist. Für Grundschüler halte ich eine Fahrzeit von 30–40 Minuten vom entferntesten Punkt bis zur Schule bei langsamer Geschwindigkeit für optimal. Falls diese Strecke nicht für alle Schüler geeignet ist, sollten gemeinsam mit anderen Freiwilligen weitere Routen geplant werden.
Besprechen Sie Ihre Pläne mit der Schulleitung. Es ist ratsam, sie von Anfang an einzubinden. So können Sie eventuelle Bedenken ausräumen. Gleichzeitig können sie die Schulleitung zu den größten Unterstützern des Fahrradbusses machen – indem sie ihn in Newslettern ankündigen und zusätzliche Belohnungen oder Hauspunkte für die Schüler vergeben, die mitfahren. Wählen Sie eine Plattform für die Kommunikation mit den Nutzern des Fahrradbusses. Wir haben uns beispielsweise für eine WhatsApp-Gruppe entschieden und einen Live-Tracker eingerichtet, damit die Nutzer uns als Organisatoren verfolgen und sehen können, wo sich der Bus befindet.

Seid kreativ und überlegt euch Ideen, um mehr Teilnehmer zu gewinnen. Letzte Woche hatten wir zum Beispiel einen „besonderen Fahrradbus“, bei dem Meg McDonald, lokale Profi-Triathletin und Hiplok-Botschafterin, mit uns gefahren ist. Die Kinder haben sich sehr über das Gespräch mit ihr gefreut, und wir konnten viele neue Teilnehmer begrüßen.
Sustrans bietet einige hervorragende Leitfäden zum Starten und Betreiben eines Fahrradbusses an, die heruntergeladen werden können von ihre Website.
Was sind Ihre besten Tipps für den Betrieb eines Fahrradbusses?
- Sei konsequent: Bei der Einrichtung des Fahrradbusses ist es wichtig, dass Sie sich zu regelmäßigen Fahrten verpflichten, um eine möglichst hohe Beteiligung zu gewährleisten. Auch im tiefsten Winter können die Fahrgastzahlen gering sein, der Bus sollte aber trotzdem fahren, damit jeder weiß, dass er jederzeit einsteigen kann.
- Seien Sie rücksichtsvoll: Der Fahrradbus soll die gemeinsame Nutzung der Straße fördern. Nehmen Sie Rücksicht auf andere Verkehrsteilnehmer; damit Radfahren nachhaltig ist, muss es neben dem motorisierten Verkehr funktionieren.
- Seien Sie inklusiv: Radfahren ist eine tolle Möglichkeit, Menschen zusammenzubringen. Deshalb stellen wir sicher, dass unser Fahrradbus allen Mitgliedern der Schulgemeinschaft offensteht. Solange du ein sicheres Fahrrad hast, bist du herzlich willkommen.
- Viel Spaß!







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